So, wir sind umgezogen. Seit einigen Tagen findet sich dieser Blog mit neuem Namen und Design unter:
http://www.9xklug.eu
Zugleich erweitern wir unseren Fokus: Nicht mehr die P.M. allein ist unser Ziel, sondern populärwissenschaftliche Veröffentlichungen allgemein.
Also etwa auch die Wissenschaftsrubrik des Spiegel, die Welt der Wunder, Galileo etc.
Mittwoch, 14. November 2007
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Ruhe
Der Monat ist ruhig. Sehr ruhig. Zu ruhig.
Nicht weil es nichts zu berichten gäbe (oh nein, nun wirklich nicht), sondern weil wir umdisponieren:
Es wird im Laufe des Monats ein Nachfolgeprojekt vom P.M.-Beobachter geben.
Auf eigener Domain und mit weiterem Fokus.
Nicht weil es nichts zu berichten gäbe (oh nein, nun wirklich nicht), sondern weil wir umdisponieren:
Es wird im Laufe des Monats ein Nachfolgeprojekt vom P.M.-Beobachter geben.
Auf eigener Domain und mit weiterem Fokus.
Dienstag, 21. August 2007
Geologische Zeiträume
Vermutlich rechnet man bei der P.M. aufgrund der häufigen Themen aus Astronomie, Geologie und Paläontologie schon standardmäßig in geologischen Zeiträumen.Nehmen wir das aktuelle Titelthema:
Artikel-Einleitung:
Eine neue wissenschaftliche Theorie könnte unser Weltbild radikal verändern: Unsere Kultur beruht auf dem Überlebenskampf mysteriöser geistiger Viren, die von Gehirn zu Gehirn überspringen.[...]
Es geht hier um die Memetik, die auf der Idee beruht, dass Gedanken sich ähnlich wie Erbinformationen verbreiten.
Wie neu ist diese Theorie?
Sie wurde erstmals von Richard Dawkins formuliert, der im Artikel ja auch erwähnt wird.
Das war 1976 in einem Kapitel seines Buches The Selfish Gene
Auch die deutsche Übersetzung erschien immerhin schon 1978.
Nun gut, man könnte ja sagen, dass Thomas Vašek dieses Buch einfach nicht kannte und erst durch Dawkins letztes Werk, The God Delusion
Könnte man, wären da nicht die auf dem Titelbild der aktuellen P.M. erwähnten "Spiegelneuronen".
Diese sind zwar nicht an sich ein Problem für den Begriff neu, wenn aber im Text zur Überschrift unmissverständlich erwähnt wird, dass diese "Mitte der 1990er Jahre" entdeckt wurden, wird es schon seltsamer.
Nur für den Kalender: Die Mitte der 1990er Jahre liegt nun auch schon seit einem Jahrzehnt hinter uns.
Sehr interessant übrigens auch, dass der gelegentlich esoterischem Mumpitz zuneigende Vašek in seinem "Webweiser" am Ende des Artikels ausgerechnet die Seite von Richard Dawkins nicht erwähnt, von dem die Theorie immerhin stammt.
Literatur
Dawkins, Richard: The God Delusion
Dakwins, Richard: The Selfish Gene
Vašek, Thomas: Meme - Der Code unserer Kultur, in: P.M. September 2007
Montag, 20. August 2007
Ausdrucken, Ausschneiden, Einkleben
Hier sind die fehlenden "Anzeigen"-Marker für die schamlose Werbung den Bericht für Books on Demand über Print on Demand, bitte jeweils auf Seite 82 und 83 der aktuellen P.M. (September 2007) einkleben, Danke!.
Kleine Notiz an die Autorin des "Artikels": Nein, BoD hat Print on Demand weder erfunden noch hat dessen Mutterverlag Alibri es als erster eingeführt.
Und das, was bei dieser Abschrift eines Werbeprospektes, welche sich auf den angegebenen Seiten findet hättte verbessern können nennt man "Recherche", alternativ sogar "Journalismus".
Anzeige
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Kleine Notiz an die Autorin des "Artikels": Nein, BoD hat Print on Demand weder erfunden noch hat dessen Mutterverlag Alibri es als erster eingeführt.
Und das, was bei dieser Abschrift eines Werbeprospektes, welche sich auf den angegebenen Seiten findet hättte verbessern können nennt man "Recherche", alternativ sogar "Journalismus".
Montag, 23. Juli 2007
Gott lacht über alles
Der Glaube ist auch Gegenstand des Humors, sagt der Kabarettist und Menschenkenner Bruno Jonas. Intensives Bibelstudium führte ihn zu der Überzeugung: Gott selbst spielt Kabarett mit uns
Aha. Na und?
Und was hat dieser esoterische Quark (schon wieder) auf der Titelseite verloren?
Fröhliche Suche!

Diesen Monat ist es nicht so einfach wie sonst, die P.M. im Regal zu finden.Das liegt vor allem daran, dass sie nicht mehr aussieht wie die P.M.
Das ist nicht das erste Redesign der Zeitschrift, aber immerhin das radikalste.
Hierzu ist zu sagen, dass sich bisher kein Redesign der P.M. gehalten hat, dass dermaßen stark in die Gestalt des Heftes eingriff und ehrlich gesagt muss man sich fragen, was die Gestalter geritten hat, dem Heft jede Wiedererkennbarkeit und Individualität zu nehmen.
Am auffälligsten ist die fehlende rote Farbe am Rand.
Die P.M., ursprünglich gelb, später rot umrandet ist grade an diesem Rand erkennbar. Versuche in der Vergangenheit, diesen Rand abzuschaffen sind regelmäßig rückgängig gemacht worden weshalb es verwundert, dass der Versuch nun schon wieder unternommen wurde.
Interessant ist das auch deswegen, ei beispielsweise die P.M. History mit der Einführung eines blauen Randes vor einigen Monaten noch genau den umgekehrten Weg gegangen ist.
Die vier Nicht-Hauptthemen sind etwas weniger wichtig als bisher, denn unten sieht man weniger hin als an der Seite.
Bei Themen wie "Hat Gott Humor" ist das aber auch nicht unbedingt schlimm.
Die Verändeurngen im Innenteil sind marginal, aber vielleicht kommt da noch was,, denn im Moment wollen Cover und Inhalt nicht wirklich zusammenpassen. Das Cover schafft es glatt, die P.M. unter Niveau zu verkaufen, immerhin gleicht es sich in der Gestaltung solchen inhaltlichen Katastrophen wie Welt der Wunder an.
Schade ist nur, dass es im Heft keine einzige Aussage zum Wechsel gibt. Interessant wird, ob die fehlende Wiedererkeennbarkeit des Heftes die Verkaufszahlen drückt, offen gestanden würde ich damit rechnen.
Samstag, 16. Juni 2007
SkepTicker
Der SkepTicker ist ein Weblog zum Thema Religion (u. ä.) in den Medien.
Das halten wir hier für eine großartige Sache. Beiträge aus dem P.M.-Beobachter in den entsprechenden Themenbereichen (also vor alllem Philosophie & Theologie) werden daher in Zukunft parallel auch dort erscheinen.
Das halten wir hier für eine großartige Sache. Beiträge aus dem P.M.-Beobachter in den entsprechenden Themenbereichen (also vor alllem Philosophie & Theologie) werden daher in Zukunft parallel auch dort erscheinen.
Fiese Vögel und Urgetier
Die Verlinkungspraxis der P.M. war ja immer schon etwas fragwürdig, wenn die Startseite einer kompletten Universität etwa als Quellle für einen Artikel angegeben wird.
Wirklich interessant wird es aber, wenn in einem
leicht zusammenhanglosen Artikel über die rechts abgebildete Urfischart Dunkleosteus (die übrigens, anders als P.M. behauptet, keine Zähne besitzt, sondern lediglich zahnähnliche Knochen) und die fleischfressende Laufvogelgruppe der Terrorvögel (Phorusrhacidae) auf die Seite kryptozoologie.net verlinkt wird, deren Thema die Annahme ist, urzeitliche Tierarten lebten noch heute unentdeckt fort.
Was nun wirklich nicht mit dem Artikel, in dem es um die Biss- bzw. Trittkraft der beiden Tiere geht, zu tun hat.
Literatur
Anonymus: das mörderischste Maul aller zeiten. in: P.M. Juli 2007; S.16 f.)
Wirklich interessant wird es aber, wenn in einem
leicht zusammenhanglosen Artikel über die rechts abgebildete Urfischart Dunkleosteus (die übrigens, anders als P.M. behauptet, keine Zähne besitzt, sondern lediglich zahnähnliche Knochen) und die fleischfressende Laufvogelgruppe der Terrorvögel (Phorusrhacidae) auf die Seite kryptozoologie.net verlinkt wird, deren Thema die Annahme ist, urzeitliche Tierarten lebten noch heute unentdeckt fort.Was nun wirklich nicht mit dem Artikel, in dem es um die Biss- bzw. Trittkraft der beiden Tiere geht, zu tun hat.
Literatur
Anonymus: das mörderischste Maul aller zeiten. in: P.M. Juli 2007; S.16 f.)
Übersetzungsdienst
Der konsequenterweise ausschließlich aus Bildunterschriften bestehende Beitrag in der aktuellen P.M. über Geschwindigkeitsrekorde scheint ziemlich eilig gewesen zu sein.
Jedenfalls ist die Übersetzung der vermutlichen Wikipedia-Sätze etwas schlampig geraten.
Hier also die Korrekturspalte dazu:
1. Im Allgemeinen ist es ganz praktisch, in einem Text zwei Geschwindigkeitsangaben im gleichen Maßsystem zu machen. Und wenn schon eine der beiden in Meilen pro Stunde angegeben wird, dann dies doch bitte auch mit meilen/h angeben und nicht in der Kontinentaleuropäern vermutlich recht kryptischen Abkürzung mph (miles per hour).
Falls der Taschenrechner kaputt war: 288 mph sind etwa 463,5 km/h.
2. Dass Sam Whittingham insgesamt 5 Weltrekorde für Rennradfahren (mit Verleidung) hält ist schön, aber wie schnell war er denn nun?
Nur kurz: Seine höchste Geschwindigkeit (200 Meter) betrug 130,36 km/h.
3. Oh, der Mann heisst übrigens Whittingham, nicht Wittingham.
4. Wofür genau hat Kerry Mclean eigentlich einen Geschwindigkeitsrekkord mit dem Monowheel aufgestelllt? Für die schnellste Fahrt mit einem Monowheel?
Kunststück, sonderlich viele gibt es von den Dingern auch nicht.
5. Und dann ist da noch dieses Entscheidungsproblem: Wort übersetzen oder nicht??
Eine Entscheidung wäre gut gewesen. Und nein, carbon fiber zu "übersetzen", indem man "Karbon" falsch eindeutscht und "fiber" beibehält ist keine Entscheidung.
Richtig gewesen wären Kohlestofffasern, Kohlefasern oder auch Carbonfasern, keinesfalls jedoch "Karbonfiber", das klingt wie eine Tropenkrankheit.
Literatur
Engelbrecht, Hans-Rainer: Leben am Limit - mit Vollgas auf Rekordjagd. in: P.M. Juli 2007, S. 70 ff
Wikipedia: Sam Whittingham
ein solarbetriebener Taschenrechner von Casio,Modell fx-991s
Jedenfalls ist die Übersetzung der vermutlichen Wikipedia-Sätze etwas schlampig geraten.
Hier also die Korrekturspalte dazu:
1. Im Allgemeinen ist es ganz praktisch, in einem Text zwei Geschwindigkeitsangaben im gleichen Maßsystem zu machen. Und wenn schon eine der beiden in Meilen pro Stunde angegeben wird, dann dies doch bitte auch mit meilen/h angeben und nicht in der Kontinentaleuropäern vermutlich recht kryptischen Abkürzung mph (miles per hour).
Falls der Taschenrechner kaputt war: 288 mph sind etwa 463,5 km/h.
2. Dass Sam Whittingham insgesamt 5 Weltrekorde für Rennradfahren (mit Verleidung) hält ist schön, aber wie schnell war er denn nun?
Nur kurz: Seine höchste Geschwindigkeit (200 Meter) betrug 130,36 km/h.
3. Oh, der Mann heisst übrigens Whittingham, nicht Wittingham.
4. Wofür genau hat Kerry Mclean eigentlich einen Geschwindigkeitsrekkord mit dem Monowheel aufgestelllt? Für die schnellste Fahrt mit einem Monowheel?
Kunststück, sonderlich viele gibt es von den Dingern auch nicht.
5. Und dann ist da noch dieses Entscheidungsproblem: Wort übersetzen oder nicht??
Eine Entscheidung wäre gut gewesen. Und nein, carbon fiber zu "übersetzen", indem man "Karbon" falsch eindeutscht und "fiber" beibehält ist keine Entscheidung.
Richtig gewesen wären Kohlestofffasern, Kohlefasern oder auch Carbonfasern, keinesfalls jedoch "Karbonfiber", das klingt wie eine Tropenkrankheit.
Literatur
Engelbrecht, Hans-Rainer: Leben am Limit - mit Vollgas auf Rekordjagd. in: P.M. Juli 2007, S. 70 ff
Wikipedia: Sam Whittingham
ein solarbetriebener Taschenrechner von Casio,Modell fx-991s
Donnerstag, 14. Juni 2007
Artus war ja so cool
König Artus, eigentlich Arthur, ein legendärer englischer König ist Titelthema der aktuellen P.M.
Das verwundert etwas, denn was hat eine Figur der frühen Anglo-christlichen Mythologie in einem Wissenschaftsmagazin zu suchen?
Nun gut, kann man noch denken, vielleicht geht es ja um die Wahrheit am Artus-Mythos.
Geht es aber nicht.
Oder bestenfallls in ein paar Nebensätzen.
Viel wichtiger scheint zu sein, wie cool Artus war und wie tolll und tugendhaft vor allem.
Die Bildunterschriften lesen sich entsprechend so:
Abgesehen von der spontanen Reaktion: "Ja nee, is klar!" darf man sich beim letzten Zitat auch fragen, wie der Teil links und jener rechts vom Gedankenstrich zusammenpassen.
Interessant ist die Methodik, die Autor Renée Lugschitz anwendet, um auf der Behauptung aufzubauen, dieser "[...] Ritter aus dem 6. Jahrhundert, der wohl nie gelebt hat, [beschäftigt] noch immer unsere Fantasie", noch seltsamer die Frage, was "grade ihn unter all den glänzenden Helden" zum "unsterblichen Idol".
Denn ob diese Annahme überhaupt stimmt (auch Beowulf, Siegfried, Caesar, Robin Hood, Herkules und viele andere alte Sagenfiguren sind weiterhin weit bekannt) ist fraglich, die Frage, ob sie denn stimme wird aber gar nicht erst gestellt.
Sehr schön liest sich die Tugendhaftigkeit Artus' übrigens auf der PM-Webseite:
Das verwundert etwas, denn was hat eine Figur der frühen Anglo-christlichen Mythologie in einem Wissenschaftsmagazin zu suchen?
Nun gut, kann man noch denken, vielleicht geht es ja um die Wahrheit am Artus-Mythos.
Geht es aber nicht.
Oder bestenfallls in ein paar Nebensätzen.
Viel wichtiger scheint zu sein, wie cool Artus war und wie tolll und tugendhaft vor allem.
Die Bildunterschriften lesen sich entsprechend so:
Sitzung der UNO
Wenn die Mächte der Welt [...] Konfliktmanagement betreiben, verstricken sie sich oft in partikulare Interessen. "Weniger Eigennutz" würde Ihnen Artus heute zurufen
Die Macht der Konzerne
Wo der Shareholder-Value über Menschen herrscht, würde Artus für die christliche Tugend der Nächstenliebe mit dem Schwert kämpfen
Energiehunger
Unter dem Umgang it den natürlichen Ressourcen leiden die armen Länder am meisten. Artus würde für mehr Gerechtigkeit eintreten - und sich womöglich den Protesten gegen die Castor-Transporte anschließen
Abgesehen von der spontanen Reaktion: "Ja nee, is klar!" darf man sich beim letzten Zitat auch fragen, wie der Teil links und jener rechts vom Gedankenstrich zusammenpassen.
Interessant ist die Methodik, die Autor Renée Lugschitz anwendet, um auf der Behauptung aufzubauen, dieser "[...] Ritter aus dem 6. Jahrhundert, der wohl nie gelebt hat, [beschäftigt] noch immer unsere Fantasie", noch seltsamer die Frage, was "grade ihn unter all den glänzenden Helden" zum "unsterblichen Idol".
Denn ob diese Annahme überhaupt stimmt (auch Beowulf, Siegfried, Caesar, Robin Hood, Herkules und viele andere alte Sagenfiguren sind weiterhin weit bekannt) ist fraglich, die Frage, ob sie denn stimme wird aber gar nicht erst gestellt.
Sehr schön liest sich die Tugendhaftigkeit Artus' übrigens auf der PM-Webseite:
Aber warum beschäftigt ein Ritter aus dem 6. Jahrhundert, der wohl nie gelebt hat, noch immer unsere Fantasie? Weil seine Tugenden auch für das 21. jahrhundert Vorbild sein können.Tolle Art von Tugend,viele Leute umbringen zu können...
Tausend auf einen Streich – beinahe jedenfalls. Das konnte nur einer zuwege bringen: Artus – oder Arthur, wie er in England genannt wird. Bei der Schlacht am Mount Badon »fielen neunhundertsechzig Männer an einem Tag durch eine einzige Attacke Arthurs, und kein anderer als er allein brachte sie zu Fall«.
(etwaige Tippfehler aus dem Original übernommen, wir machen auch so schon genug)
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