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Sonntag, 26. November 2006

der Standard zu Pseudowissenschaften

Auf der Webseite der österreichischen Zeitung "der Standard" wurde ein "Dossier Pseudowissenschaften" eingerichtet.
Wenn man sich auch mehr Umfang wünschen könnte so sind die vier vorhandenen Artikel doch alle sehr interessant und empfehlenswert, allen voran das Interview mit Michael Hagner.

Literatur
Dossier Pseudowissenschaften beim Standard

Samstag, 25. November 2006

Medienpräsenz kontra Qualität

Zwar bezieht sich Philip E. Tetlock in seinem Buch Expert Political Judgement nur auf die Vorhersagen politischer Experten, aber interessant ist sein Ergebnis allemal: Je höher die Fernsehpräsenz eines Experten, desto unzuverlässiger sind seine Vorhersagen.

Wie kommt das?
Eine Möglichkeit wäre, dass "Experten" vor allem durch spektakuläre Thesen auf sich aufmerksam machen. Echte Experten vermissend macht dies bei den Medienverantwortlichen Eindruck und bringt Einladungen in die Medien und damit stärkere Medienpräsenz, die sich dann anzuhäufen beginnt - mit jedem Auftritt oder Artikel wird man begehrter.
Das funktioniert, solange man als kompetent gilt - bei den Lesern wohlgemerkt, nicht bei den Wissenschaftlerkollegen.

Dass es das auch bei Wissenschaftlern (also, den richtigen) gibt wissen wir spätestens seit Guido Knopp.
Wie sich das in populärwissenschaftlichen Magazinen auswirkt, darüber sag ich mal nichts.

Literatur
Fischer, Ernst Peter: Ahnungslose Experten; in: Die Welt 13. November 2006 - Online verfügbar
Tetlock, Philip E.: Expert Political Judgement - Amazon-Link